Das Zeichen der Isis - Hintergrundstory (Seite 2 von 3)


Bücher -
Tore zu neuen Welten


Aber Lydias Reise geht noch weiter - Alexandria war auch dafür berüchtigt, zahlreichen Kulten zu huldigen. Und so begegnet Lydia einem dieser geheimen Kulte - der Schwesternschaft der Isis. Letztlich führt ihre Reise sie bis nach Meroe, der Hauptstadt Nubiens, des heutigen Sudans.

Mich faszinierte die alte Kultur Meroes genauso wie Pompeji. Eine Welt, in der Frauen herrschten und schwarze Pharaonen einst den Thron Ägyptens besetzten. Deshalb konnte ich nicht lassen, hier eine weitere Verknüpfung zu schaffen und historisch belegte Königinnen wie die Kandake Amanitore wieder auferstehen zu lassen. Die Leser meiner Sündenheilerin-Reihe werden hier übrigens einiges wiedererkennen - Djeseru-Sutech. Denn diese Geschichte war mein erster echter historischer Roman.

Als ich im Sommer 2008 an der Isis-Geschichte schrieb, war mein Vater bereits an Prostatakrebs erkrankt und sein Körper voller Metastasen. Ich hoffte immer, dass er noch erleben würde, wie ein Buch von mir erscheint. Umso optimistischer war ich, als tatsächlich ein sehr großer Verlag Interesse hatte. Ich wollte unbedingt noch ein Buch bei einem großen Verlag unterbringen, meinen Lebenstraum erfüllen, so lange er noch lebte.

Im Frühsommer 2009 war ich fertig - und vier Wochen später kam die Absage des großen Verlags. Begründung: Sie hätten gerade einen Antike-Roman am Start, der schlechte Verkaufszahlen hätte, deshalb würden sie keinen weiteren machen wollen. Aber wie wäre es mit Mittelalter? Daran hätte man Interesse. Na toll, dachte ich bei mir. Was mache ich? Auch andere Verlage hatten mit der gleichen Begründung: "Antike läuft nicht" abgesagt.

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